Fernweh konkret: 12 Reiseideen für 2026, die noch nicht jeder kennt

Ornamentaler Balkon in Tiflis — Reiseziel 2026

2026 ist ein gutes Jahr zum Reisen — nicht weil sich die Welt irgendwie verändert hätte, sondern weil einige Orte gerade genau an dem Punkt sind, an dem man noch hingehen sollte, bevor der Rest der Welt folgt. Das ist die Liste von jemandem, der tatsächlich reist und nicht von jemandem, der Klicks zählt. Kein Mallorca, kein Bali, kein Santorini.

1. Tbilisi, Georgien

Warum jetzt: Tbilisi ist in fünf Jahren so, wie Lissabon vor zehn Jahren war. Der Maidan-Stadtteil verändert sich sichtbar — Gallerien, neue Restaurants, erschwingliche Unterkünfte in alten Häusern mit Holzbalkonen. Noch ist der Tourismus überschaubar, noch kosten Essen und Wein fast nichts.

Was viele nicht wissen: Das Land ist größer als die Hauptstadt. Die Weinregion Kakheti liegt zwei Stunden entfernt, die Bergdörfer in Kazbegi weitere zwei.

Am besten im: Mai oder September.

2. Kotor, Montenegro

Warum jetzt: Die Bucht von Kotor ist eine der schönsten Küstenlandschaften Europas, die noch nicht restlos überlaufen ist. Das Stadtbild — Venezianische Altstadt, Berge dahinter, smaragdgrünes Wasser — ist atemberaubend.

Am besten im: April bis Juni oder September bis Oktober.

3. Oaxaca, Mexiko

Warum jetzt: Oaxaca ist das kulinarische Herz Mexikos. Die Kombination aus indigener Küche (Mole, Tlayudas, Mezcal aus kleinen Destillerien), Handwerkskunst, kolonialer Altstadt und den umliegenden archäologischen Stätten macht Oaxaca zu einer der vollständigsten Reisedestinationen überhaupt.

Am besten im: November bis März.

4. Plovdiv, Bulgarien

Warum jetzt: Die zweitgrößte Stadt Bulgariens ist seit ihrer Zeit als Europäische Kulturhauptstadt (2019) im Wandel. Lebendige Kulturszene, gute Restaurants, günstige Preise, und eine Altstadt, die für Südosteuropa-Verhältnisse außergewöhnlich gut erhalten ist.

Am besten im: Mai oder Oktober.

5. Azoren, Portugal

Warum jetzt: Die Azoren tauchen auf jeder Fernweh-Liste auf — aber meistens nur São Miguel. Die anderen acht Inseln sind erheblich ruhiger. Flores im Nordwesten ist eine der entlegensten und grünsten Inseln Europas. Pico hat einen Vulkan, den man besteigen kann.

Am besten im: Juni bis August für angenehme Temperaturen; April/Mai für Blütenpracht.

6. Oman — Küstenregion Dhofar

Warum jetzt: Der Südwesten Omans — die Region Dhofar rund um Salalah — ist eines der klimatisch ungewöhnlichsten Gebiete des Nahen Ostens: während der Monsunzeit bringt der Khareef Nebel, Grün und kühlere Temperaturen. Wasserfälle, Wiesen, die für zwei Monate Irland ähneln.

Am besten im: Oktober bis März für den Norden; Juli bis September für Dhofar.

7. Färöer-Inseln, Dänemark

Warum jetzt: Die Landschaft ist von einer archaischen Gewalt, die in Europa selten ist: Klippen, die direkt ins Atlantikmeer fallen, Gras, Schafe, Nebel, keine Bäume. Wanderwege zwischen den Dörfern führen zu Aussichten, die du nicht vergessen wirst.

Am besten im: Juni bis August.

8. Noto, Sizilien

Warum jetzt: Noto ist die schönste Barockstadt Siziliens. Die gesamte Stadt wurde nach dem Erdbeben von 1693 im Barockstil neu aufgebaut — jede Fassade, jede Kirche ein Augenopfer. Als Basis für Südostsizilien ideal.

Am besten im: April bis Juni oder September bis Oktober.

9. Weinroute Kakheti, Georgien

Warum jetzt: Georgien gilt als eines der ältesten Weinbaugebiete der Welt — 8.000 Jahre. Kakheti kombiniert Kellerbesuche bei kleinen Winzern mit Klosterarchitektur und einer Landschaft, die an die Toskana erinnert, aber ohne Touristen.

Qvevri-Wein — im Tontopf vergoren, orange in der Farbe — ist ein Weinstil, der gerade weltweit Aufmerksamkeit bekommt.

Am besten im: Oktober (Weinlese) oder Mai.

10. Tallinn, Estland — im Winter

Warum jetzt: Tallinn im Winter ist anders als im Sommer. Die Altstadt in Schnee, die Glühwein-Stände am Rathausplatz, kaum Touristen. Preise halb so hoch wie im Sommer. Außerdem: ein Technologie-Stadtteil, interessante Museen zur sowjetischen Geschichte, und ein Designviertel in der Kalamaja-Gegend.

Am besten im: November bis Februar.

11. Baskenland, Spanien

Warum jetzt: Das Baskenland ist größer als San Sebastián. Bilbao hat das Guggenheim und eine unterschätzte Küche. Die Küstenorte östlich — Getaria, Zarautz, Zumaia — sind an einem Sommertag wunderbar. Und das Innere des Baskenlandes kennen selbst viele Spanien-Reisende nicht.

Am besten im: Mai bis Juni oder September bis Oktober.

12. Kap Verde — die westlichen Inseln

Warum jetzt: Die anderen Inseln — Santo Antão mit seinen tiefen Schluchten, Fogo mit seinem aktiven Vulkan, Santiago mit dem UNESCO-Erbe von Cidade Velha — werden fast nicht besucht. Der Kontrast zwischen dem Massentourismus der östlichen Inseln und dem ruhigen Leben auf Santo Antão ist größer als man erwartet.

Am besten im: November bis Mai.

Welches dieser Ziele hat es auf deine Liste geschafft?

Das ist das Problem mit solchen Listen: du liest sie, nickst bei drei Zielen, und am Ende ist die Idee irgendwo verschwunden — Instagram-Lesezeichen, offener Tab, oder einfach nicht gespeichert.

In Reisekopf kannst du jedes Ziel, das dich angesprochen hat, mit einem Klick in deine Wunschreiseliste übernehmen — mit Notizen, Saisonhinweis und deinen eigenen Gedanken dazu. Wenn Planungszeit kommt, liegt alles bereit.

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